Informationen rund ums Thema "Videos für Marketing und Recruitung"

Die richtige Filmlänge

 

Einer der häufigsten und zuerst gestellten Fragen von Kunden: "Was ist die richtige Länge für meinen Imagefilm?"

Um dies zu beantworten muss man sich erst mal im Klaren sein, wer die Zielgruppe ist und auf welchen Plattformen das Video "ausgestrahlt" werden soll. Allgemein gesagt: Während ein Video bei Instagram (Reels) und TikTok die magischen 30 Sekunden nicht überschreiten sollte, kann ein Video bei Facebook auch mal durchaus 3 Minuten und länger dauern. Prinzipiell gilt heutzutage aber mehr denn je: "In der Kürze liegt die Würze".

Aufgrund der Popularität der sozialen Medien, und die damit verbundenen Reizüberflutung, ist die Aufmerksamkeitsspanne in den letzten 20 Jahren um ca. 30% gesunken. Eine 2015 veröffentlichte Studie der Microsoft Corporation ergab, dass binnen 10 Jahren die Aufmerksamkeitsspanne von 12 auf 8 Sekunden gesunken ist. Doch was bedeutet das für Ihr Filmprojekt konkret? Sie haben heute 8 statt früher 12 Sekunden Zeit, bis der Zuschauer entscheidet, ob der Beitrag für Ihn ansprechend ist oder nicht.

Bei der maximalen Länge muss man allerdings immer genau differenzieren. Möchte man gezielt B2B Kunden über die Homepage ansprechen, so empfiehlt sich ein Imagefilm mit einer Länge von 2-3 Minuten. Im Business Social Media Bereich, etwa bei LinkedIn oder XING ist man hier aber gewillter auch gerne mal Content mit 6-10 Minuten länge zu schauen, ohne das Video weg zu klicken. Ist Ihre Firma im Endkundengeschäft, also B2C unterwegs, sollte in spätestens 45, mit Abspannt 60 Sekunden, bei Facebook die Botschaft erzählt sein. Will man hauptsächlich junge Leute zwischen 15-35 erreichen, so sollte man hier gezielt auf Instagram und TikTok suchen, hier ist aber Content von 20 bis maximal 30 Sekunden empfehlenswert!

Im TV hat man in den 80er Jahren hitzig diskutiert ob es möglich sein einen Werbespot unter 2 Minuten zu erzählen, heutzutage empfehlen viele Fernsehsender 15-30 Sekunden! Wobei die durchschnittliche Dauer in den letzten Jahr leicht stieg. Siehe hierzu auch Wikipedia.

Die Frage der Länge ist also sehr differenziert zu betrachten. Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, analysieren wir gemeinsam gezielt folgende  3 Fragen:

  • Welche Art Kunden haben bzw. suchen Sie?

  • Auf welchen Portalen trifft man diese Kunden am Besten

  • welches Alter hat die Zielkundschaft?

Wenn diese 3 Fragen systematisch geklärt sind, ergibt sich die Videolänge fast von selbst!

P.S.: Für manche Einsatzzwecke (gerade auch im Recruiting Bereich), kann auch eine Vorführung im Kino Sinn machen!

 

Wie läuft eine Filmproduktion ab

Die Pre-Production

Eine Filmproduktion egal ob Imagefilm, Werbeclip oder Recruitingvideo beginnt immer am Schreibtisch, mit viel Kaffee. :-)

Wenn das Zielpublikum und die Plattform geklärt sind muss er mal ein Plan her. Hierzu wird ein Filmkonzept erstellt. Dieses beinhaltet eine Einteilung des Films in verschiedene Kapitel mit zeitlichem Rahmen. Auch Texte, bzw. Off-Texte werden schon im vorhinein geplant. Ziel ist es, dass der Auftraggeber seinen Film schon kennt, bevor der erste Dreh vor Ort stattfindet. Viele Kunden freuen sich daher schon nach Konzepterstellung auf den Film. Auch wird vorab schon mal die passende Musik in gesucht. Dieser Schritt wird von vielen zeitlich unterbewertet, denn man kann hier durchaus mehrere Stunden mit der Suche verbringen, bevor man sagt: "Das ist genau der Titel den wir brauchen!". Ebenso müssen für eventuelle UAS-Flüge (Drohne) die Gegebenheiten gecheckt und Genehmigungen eingeholt werden. Auch ein Location Scouting vor Ort ist üblich. Allgemein beträgt die Pre-Production 2-3 Tage.

Die eigentliche Produktion / der Dreh

Steht das Konzept geht es an den Dreh. Je nach Konzept weiss man wieviele Tage für den Dreh benötigt werden. Es wird zwar versucht den betrieblichen Ablauf nicht zu behindern, und vieles "nebenher" zu filmen. Jedoch sollte sich der Auftraggeber bewusst sein, dass an den Drehtagen der Betriebsablauf verlangsamt werden kann, da beim Dreh immer wieder Szenen mehrfach gedreht werden müssen. Aber dies passiert alles um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Bei Interviewsituation, wenn bspw. in einem Imagefilm der Chef oder ein Mitarbeiter spricht, wird besonders auf die richtige Lichtsetzung und auch den perfekten Ton geachtet. Auch dies nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch. Trotz allem ist das Wichtigste eine entspannte Atmosphäre, denn Anspannung sieht man später im Film direkt.

Die Postproduktion

Sind alle Dreh's "im Kasten", geht es an die sogenannte Post-Production, oder kurz "die Post". Das Material wird nach jedem Drehtag auf Festplatte mehrfach gesichert. Hier sind mehrere hundert Gigabyte heutzutage keine Seltenheit. Die erstellten Clips/Takes werden alle gesichtet, ausgewertet und nur der Beste Take schafft es in den Film. Gerade mit Personen kommt es oft vor dass man unter mehreren Takes nur einen Take hat, wo man sagt: "Hier hat die Person gut geschaut und auch den Text gut gesprochen". Nach der Sortierung wird der Film gemeinsam mit der Musik zusammengeschnitten. Ist ein erster Rohschnitt gemacht werden die einzelnen Clips farblich aneinander angepasst (Stichwort Color Grading), Kleine Animationen erstellt, und das Tonmaterial gemixt und gemastert. Die Postproduktion von einem Imagefilm dauert in der Regel 3-4 Tage. Anschließend erhält der Auftraggeber eine erste Version von seinem langersehnten Film. Nicht immer, aber manchmal gibts dann im Nachhinein noch Perspektiven die ausgetauscht oder geändert. Ein einfaches Beispiel: Beim Blick Rechts über die Schulter der Mitarbeiterin steht ein Ordner, dessen Beschriftung evtl. schon ein Firmengeheimnis lüften könnte. Und sowas kommt öfters vor, wie man es glauben mag. Dies ist ein auch ein Grund, warum eine Szene immer mehrfach aus verschiedenen Perspektiven gedreht wird.

Die Auslieferung

Ist der Film fertig erfolgt die Auslieferung über Dateitransferdienste via Internet in höchster Qualitätsstufe. Der fertige Film kann dann vom Auftraggeber in den vereinbarten Portalen hochgeladen, genutzt und auch beworben werden.

 

Die richtige Musik für den Film

Bekommt mein Film auch Musik?

Natürlich gehört in jeden guten Imagefilm, oder Werbeclip auch die passende Musik. Hierzu stehen tausende gemafreie Titel von Artlist und Audiio zur Verfügung. Beides sind Portale die sich auf gemafreie Musik für Filmemacher spezialisiert haben. Für jeden im Film verwendeten Titel gibt es eine Musiklizenz hinzu, die Sie vor Claiming durch die Streamingportale schützt.

Welche Musik passt zu meinem Film?

Bei der Musikauswahl wird äusserste Sorgfalt auf die Zielgruppe gelegt. Ist die Zielgruppe recht breit gefächert, wird die Musik neutral gehalten. Geht man "spitz in den Markt" und sagt bspw. "Ich will Frauen im Alter von 40-45" ansprechen, kann ein Titel im Style der 90er Jahre wahre Wunder bewirken. Hier ist sorgfältige Analyse gefragt.

"Tricky" wird es manchmal bei der Musikauswahl, wenn der Auftraggeber seinen eigenen Musikgeschmack in den Film projeziert. Ein in den 60er/70er geborener Chef, der einen Azubi per Video sucht, selbst vielleicht mit den Hits der Flower Power Generation aufgewachsen ist, würde mit seinem Musikgeschmack bei einem potentiellen Ausbildenden eher ein Naserümpfen hervorrufen, wie dass der Jugendliche das Video überhaupt schaut. Damit wäre das ganze Video zum scheitern verurteilt.

 

Spreche ich selbst, oder übernimmt das ein Profi?

Auch diese Frage wird oft gestellt und lässt sich nicht pauschal beantworten. Prinzipiell ist eine charismatische Person, die im Video zu sehen ist und spricht immer viel besser, als ein Sprecher aus dem Off (aus dem Off bedeutet: nicht im Bild, siehe hier auch Wikipedia). Es ist aber auch möglich den kompletten Film von Beginn an mit einem Off-Sprecher zu planen. Dies ist auch ein Punkt, der zeitnah vor der Pre-Production geklärt sein muss, da daraufhin das Konzept auch entwickelt wird. Auch zu bedenken ist, dass ein Profi-Sprecher zusätzliche Kosten verursacht, die aber mit im Angebotspreis einkalkuliert sind. Einen interessanten Einblick in die Gage eines Sprechers bietet die sogenannte Hamburger Liste.

Beste Tageszeit für Aussenaufnahmen

Werden die Filme nur bei sonnigem Wetter gedreht?

Prinzipiell wird immer Wert auf "schönes" Wetter gelegt. Im Idealfall strahlender Sonnenschein. Ist dies aufgrund betrieblicher Abläufe nicht anders machbar, weil ein Ablauf bspw. nur 1x im Jahr passiert, wird natürlich auch bei schlechterem Wetter gedreht.

Tageszeit Interviewszenen:
Bei Interviewszenen wird allerdings drauf geachtet, dass diese in den Morgenstunden oder späteren Abend stattfinden. Steht die Sonne in der Mittagsstunde hoch am Himmel, wirft das unschöne Schatten über die Augenhöhlen des Redners, und es muss mit einem Reflektor gearbeitet werden, der das Licht der Sonne frontal zum Sprecher transportiert. Da dies aber für viele "Darsteller" sehr unangenehm sein kann, werden diese Dreh's nach Möglichkeit immer bei tief stehender Sonne gedreht.

  • Facebook Social Icon
  • LinkedIn Social Icon

© 2021 Kai Adorf Videoproduktionen